PREMIO – Nachwuchspreis für Theater und Tanz

Halbfinale 2018

Beginn: 10:00
Nachwuchspreis / Beginn der einzelnen Kurzpräsentationen jeweils zur vollen Stunde
PREMIO veranstaltet sein diesjähriges Halbfinale in der Kaserne Basel: Zu sehen sind acht junge Compagnien mit ihren aktuellen, sich noch in der Entstehung befindenden Theater- und Tanzstücken, die dem Publikum als jeweils zwanzigminütige Kostproben präsentiert werden. Am Ende des Tages entscheidet die PREMIO-Jury, welche vier Gruppen ins Finale des Wettbewerbs am 2. Juni 2018 in der Hochschule der Künste Bern einziehen dürfen. Wer hier zusieht, kommt in den Genuss überraschender Kurzpräsentationen und erhält einen vielseitigen Einblick in die aktuellste Entwicklung des Theater- und Tanzgeschehens.

PREMIO hat sich bei Theaterschaffenden, Veranstaltern und Publikum einen festen und wichtigen Platz erobert. Die PreisträgerInnen der letzten Jahre gehören zu den innovativen und aufstrebenden Produktionsgemeinschaften in der Schweiz. Träger des Wettbewerbs ist der Verein PREMIO, der aktuell aus 37 Theater- und Tanzhäusern sowie Festivals aus der ganzen Schweiz besteht. Ziel des Wettbewerbs ist die Förderung junger darstellender KünstlerInnen sowie deren Vernetzung mit freien Theaterhäusern und Festivals. PREMIO bietet eine Plattform, auf der junge Theater- und Tanzschaffende ihre Projekte vorstellen und wichtige Kontakte knüpfen können. PREMIO wird unterstützt durch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, die Ernst Göhner Stiftung und das Migros-Kulturprozent.

Teresa Vittucci «HATE ME, TENDER»
Beginn: 10:00 / Reithalle
«HATE ME, TENDER a Solo for future feminism» ist ein performativ-choreographischer Versuch dem wachsenden Hass der heutigen Welt zu begegnen. Teresa Vittucci nimmt sich dabei einer der bedeutendsten historischen Frauenfiguren an: Maria, Maryam – jungfräuliche Mutter, Eroberin der Herzen, Königin der Liebe.

A VVorke vnfinished «Der Schatz im chinesischen Kloster»
Beginn: 11:00 / Rossstall 1
Mathis Pfäffli rekonstruiert eine Erzählung seines Onkels durch Recherche und Bereisen der Schauplätze. Es handelt sich dabei um eine Anekdote über den verschollenen «Schatz» einer christlichen Mission in China, welcher während der Zeit der Kommunisierung vor den Kommunisten versteckt wurde. Er selbst befindet sich auf der Suche nach diesem Schatz. Diese Geschichte reist und verändert sich wie ihre Protagonisten.

Team Tumult «No Elephant Show Today»
Beginn: 12:00 / Reithalle
Team Tumult sucht nach dem Elefanten und spielt mit dem Imaginären. Was wäre, wenn ich Elefantengestalt hätte? Und was, wenn überall in der Stadt Elefanten wären?

Aurore Jecker «Helen W.»
Beginn: 13:00 / Rossstall 1
Im Juli 2017 erfährt Aurore Jecker bei einem Festival, dass sie in Basel eine Doppelgängerin hat. Sie ist stilvoll, heisst Helen und fährt Skateboard. Aurore beschliesst, sich von Freiburg aus zu Fuss auf die Suche nach ihr zu machen.

Ernestyna Orlowska «BODIY»
Beginn: 15:00 / Reithalle
«BODIY» ist eine Performance zwischen Skulptur, Installation und Choreografie und beschäftigt sich mit der Phänomenologie der Körperteile als potentiell poetisches Material. Körperteil um Körperteil wird untersucht, nach kultureller Konnotation befragt, künstlich erweitert und dekontextualisiert. Die Körper der Performer_innen werden in eine von DIY Kostüm-Tutorials und Objekttheater inspirierte Ästhetik eingebettet, welche Hoch- und Popkultur, Ritual und Unterhaltung verbindet.

Atré Teatro «L’amore ist nicht une chose for everybody (loving kills)»
Beginn: 16:00 / Rossstall 1
Ein Flughafen, ein Gate und ein Warteraum. Sechs Dreissigjährige und ein Ziel. Vom Niemandsland bis zum entferntesten Ziel: die Liebe. Dazwischen der Flug. Die Generation der Dreissigjährigen fragt sich, was die Definition der Liebe ist. Lieben ist wie ein Flugzeug nehmen. Du weisst nie, wer neben dir sitzen wird, ob es Turbulenzen gibt oder ob es ein friedlicher Flug sein wird. Aber vor allem wirst du nie wissen, wie es möglich ist, in einer tonnenschweren Box zu fliegen.

NUCLEUS «Kernschmelze»
Beginn: 17:00 / Reithalle
«Kernschmelze» ist eine poetisch-musikalische Performance zum Reaktorunglück in Lucens vom 21. Januar 1969. Die Gruppe Nucleus holt mittels performativer und installativer Mittel ein beinahe vergessenes Stück Schweizer Technologiegeschichte zurück ins öffentliche Gedächtnis – als theatralen Versuchsreaktor.

collectif inouite «rehearsal for a better world»
Beginn: 18:00 / Rossstall 1
Das collectif inouite unternimmt mit dem ihm eigenen, etwas verschrobenen und desillusionierten Humor den Versuch, die Welt zu verändern. Dazu probieren sie verschiedene Strategien aus: vom fliegenden Qigong-Phönix über Reflexionen zur Wahrnehmung der Welt, zu Focault und LSD bis hin zu vergänglichen Graffitis und der Revolution. «Rehearsal for a better world» handelt von Zukunftsvisionen, Protestgeist, Schaffens- und Transformationsprozessen, während es gleichzeitig mit den Klischees und den historischen, politischen und künstlerischen Bezügen spielt.